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IFP - Institut für Pferdewissen
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Pferdefütterung – Grundlagen, Bedarf und häufige Fehler
Die Fütterung ist einer der zentralen Faktoren für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Verhalten des Pferdes. Gleichzeitig entstehen viele Probleme nicht durch einzelne Fehler, sondern durch ein Ungleichgewicht im Gesamtsystem aus Energiezufuhr, Bedarf, Bewegung und Haltung. Dieser Überblick zeigt dir die wichtigsten Zusammenhänge und führt dich gezielt zu vertiefenden Themen. Raufutter – die Grundlage jeder Pferdefütterung Das Verdauungssystem des Pferdes ist auf eine kontin
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2 Min. Lesezeit


Übergewicht beim Pferd – warum „gut genährt“ oft schon zu viel ist
Die Einschätzung des Körpergewichts gehört zu den am häufigsten unterschätzten Faktoren im Pferdemanagement. Untersuchungen zeigen, dass ein erheblicher Anteil der heutigen Freizeitpferde übergewichtig oder adipös ist – in manchen Populationen betrifft das bis zur Hälfte der Tiere (Wyse et al. 2008; Janowitz 2025). Gleichzeitig wird der Ernährungszustand häufig falsch eingeschätzt. Viele Pferde gelten als „normal“, obwohl sie bereits deutlich zu viel Körperfett eingelagert ha
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4 Min. Lesezeit


„Viel hilft viel“? – Fütterungsfehler beim Pferd zwischen Überversorgung und Strukturmangel
Die Fütterung des Pferdes ist in der Praxis häufig von einem Widerspruch geprägt: Während das Grundfutter – insbesondere Heu – rationiert wird, steigt gleichzeitig der Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln, Mineralstoffen und Zusatzpräparaten. Diese Diskrepanz steht im deutlichen Gegensatz zur Physiologie des Pferdes und birgt erhebliche Risiken für Stoffwechsel, Verdauung und Mineralstoffhaushalt. 1. Physiologische Grundlage: Das Pferd als Dauerfresser Das Pferd ist evolutiv a
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3 Min. Lesezeit


Verhaltensindikatoren für chronischen Stress beim Pferd
Ethologische und physiologische Einordnung zwischen Anpassungsreaktion, Verhaltensstörung und systemischer Belastung 1. Einleitung Stress stellt beim Pferd eine unspezifische Anpassungsreaktion dar, die sowohl verhaltensbiologisch als auch physiologisch wirksam ist. Während akute Stressreaktionen funktional sind, führt eine chronische Aktivierung zu tiefgreifenden Veränderungen: neuroendokrin (HPA-Achse) immunologisch verhaltensbezogen Damit ist Stress nicht nur ein Verhalt
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3 Min. Lesezeit


Raufutterbedarf des Pferdes und Beurteilung der Heuqualität
Grundlage, Praxisfehler und realistische Einschätzung In der modernen Pferdefütterung zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Müslis, Zusatzfutter und Spezialprodukte werden detailliert ausgewählt – während die Grundlage häufig unterschätzt wird: der Raufutterbedarf und die Qualität des Raufutters. Dabei ist Heu das zentrale Futtermittel des Pferdes. Als Dauerfresser ist das Pferd darauf angewiesen, über viele Stunden hinweg kontinuierlich strukturreiche Nahrung aufzunehmen. F
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3 Min. Lesezeit


Magengeschwüre beim Pferd – Pathophysiologie, Ursachen und der Einfluss von Haltung und Nutzung
Das Equine Gastric Ulcer Syndrome (EGUS) zählt zu den häufigsten internistischen Erkrankungen des Pferdes. Insbesondere bei Sportpferden werden Prävalenzen von bis zu 80–90 % beschrieben (Sykes et al., 2015; Murray et al., 1996). EGUS ist dabei nicht als isolierte Erkrankung zu verstehen, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen physiologischer Anpassung des Pferdes und den Bedingungen moderner Haltung, Fütterung und Nutzung . 1. Anatomisch-physiologische Grundla
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4 Min. Lesezeit


Die unterschätzte Basis: Wie Takt, Losgelassenheit und Balance die Tragfähigkeit des Pferdes entstehen lassen
Ein systemischer Blick auf Ausbildung, Gelände und biomechanische Entwicklung In der aktuellen Reitpraxis wird „Tragfähigkeit“ häufig als zentrales Ausbildungsziel definiert. Dabei wird sie nicht selten über äußere Form – insbesondere Kopf-Hals-Position und Rahmenerweiterung bzw. -verkürzung – anzustreben versucht. Parallel dazu zeigt die Praxis ein widersprüchliches Bild: Pferde, die unter intensiver dressurmäßiger Einwirkung stehen, fallen oft frühzeitig durch gesundheitlic
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4 Min. Lesezeit


Wie Rahmenbedingungen die Tragfähigkeit des Pferdes beeinflussen
Tragfähigkeit ist kein reines Trainingsprodukt. Sie ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus Haltung, Nutzung, Ausrüstung und Hufzustand. Noch bevor gezielte gymnastische Arbeit beginnt, formen alltägliche Rahmenbedingungen die biomechanischen Möglichkeiten des Pferdes – oder begrenzen sie. Dieser Artikel beleuchtet die zentralen Einflussfaktoren und ihre Auswirkungen auf Muskulatur, Faszien, Gelenkmechanik und neuromotorische Steuerung. 1. Haltung und statische Gr
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3 Min. Lesezeit


Kolik beim Pferd – Naturgegeben oder menschengemacht?
Kolik gehört zu den häufigsten und gleichzeitig gefürchtetsten Krankheitsbildern beim Pferd. Sie wird oft als „typisch Pferd“ betrachtet – als etwas, das eben dazugehört. Doch genau diese Selbstverständlichkeit lohnt sich zu hinterfragen: Ist Kolik tatsächlich ein unvermeidbares Risiko der Pferdebiologie – oder in weiten Teilen ein Resultat unserer Haltungs- und Nutzungsbedingungen? 1. Was ist Kolik – eine Definition Unter Kolik versteht man keine einzelne Erkrankung, sondern
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4 Min. Lesezeit


Kompensation statt Kooperation?
Wie unterschiedliche Pferdetypen Reiter- und Sitzfehler verarbeiten Reiterliche Einwirkung ist niemals neutral. Sie verändert das Bewegungs-, Spannungs- und Belastungsmuster des Pferdes unmittelbar. Fehler im Sitz – insbesondere in Bezug auf Balance, Symmetrie und Timing – wirken daher nicht nur kurzfristig störend, sondern greifen tief in die biomechanische Organisation des Pferdekörpers ein. Auffällig ist jedoch: Pferde reagieren sehr unterschiedlich auf dieselben fehlerhaf
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5 Min. Lesezeit


Tragkraft beim Pferd
Definition, biomechanische Zusammenhänge und systematischer Aufbau 1. Was versteht man unter Tragkraft? Der Begriff Tragkraft beschreibt die Fähigkeit des Pferdes, das zusätzliche Gewicht des Reiters funktionell sinnvoll, biomechanisch effizient und langfristig gesund zu tragen. Dabei geht es nicht um ein rein statisches „Aushalten“, sondern um eine aktive, dynamisch organisierte Leistung des gesamten Bewegungsapparates. Tragkraft ist somit kein isoliertes Merkmal einzel
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Sitz verbessern beim Reiten: Ein Selbsttest für Stabilität und Koordination
Viele Reiter arbeiten an ihrem Sitz, an Einwirkung, an „mehr Gefühl“.Trotzdem bleibt ein zentrales Problem oft bestehen:Die Hilfen kommen nicht klar im Pferd an. Ein wesentlicher Grund dafür liegt nicht im „Wollen“ oder im reiterlichen Wissen, sondern in der körperlichen Organisation :Kann der Reiter Stabilität halten, während er sich differenziert bewegt? Die folgende Übung macht genau das sichtbar. Die Übung (Grundform) Hände auf der Kante einer stabilen Unterlage (z. B. Ba
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3 Min. Lesezeit


Chronischer Stress bei Pferden
Physiologie, Ursachen und praktische Konsequenzen für Haltung und Training Was ist chronischer Stress? Stress ist zunächst eine normale Anpassungsreaktion des Organismus auf eine Herausforderung . Wird ein Pferd mit einer potenziell belastenden Situation konfrontiert – etwa einem plötzlichen Geräusch, einer ungewohnten Umgebung oder körperlicher Anstrengung – aktiviert der Körper kurzfristig physiologische Mechanismen, die eine schnelle Anpassung ermöglichen. Problematisch wi
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Sommerekzem beim Pferd
Immunologie, Haltung, Stress – und warum es als „Zivilisationskrankheit“ diskutiert wird Sommerekzem (Insect Bite Hypersensitivity, IBH) ist eine saisonal auftretende, stark juckende, allergisch-entzündliche Dermatitis des Pferdes. Auslöser ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen Speichelproteine stechender Gnitzen der Gattung Culicoides. Die Erkrankung ist multifaktoriell: genetische Disposition, Immunregulation, Umweltbedingungen
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Pferdehaltung im Winter – warum erst die kalte Jahreszeit zeigt, ob ein Stall wirklich funktioniert
Im Sommer wirken viele Haltungssysteme überzeugend: trockene Böden, grüne Ausläufe, entspannte Pferde. Doch für eine fachliche Bewertung der Pferdehaltung im Winter ist dieses Bild nur bedingt aussagekräftig. Erst im Winter – insbesondere bei Tauwetter, anhaltender Feuchtigkeit und Temperaturwechseln – zeigt sich, wie tragfähig ein Haltungssystem tatsächlich ist. Dann wird sichtbar, ob Management, Bodenaufbau und tägliche Pflege den Bedürfnissen des Pferdes auch unter schwie
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3 Min. Lesezeit


Spannungsmuster beim Pferd – was der Körper wirklich zeigt
Warum Muskelspannung ein Hinweis auf Funktion – und nicht automatisch ein Problem – ist Einleitung: Wenn ein Pferd „verspannt“ wirkt Der Begriff „verspannt“ gehört zu den häufigsten Beschreibungen im Pferdealltag. Gleichzeitig bleibt er meist unscharf. Denn Spannung ist kein einzelner Zustand, sondern das Ergebnis komplexer körperlicher und nervlicher Prozesse. Aus biomechanischer Sicht entsteht Muskelspannung immer dann, wenn das Pferd versucht, Stabilität zu sichern, Belast
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3 Min. Lesezeit


Ehemalige Renntraber als Reitpferde
Ehemalige Renntraber verstehen: Warum sie nach vorne denken, wie Umtrainieren gelingt und was Biomechanik, Lernbiografie und Sozialverhalten erklären.
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Rittigkeit beginnt im Stall
Viele Reiter bemühen sich um eine gesunderhaltende Ausbildung ihres Pferdes. Sie achten auf passende Ausrüstung, auf den eigenen Sitz, auf gymnastizierendes Training. Doch was oft übersehen wird: Die Haltung des Pferdes außerhalb des Trainings beeinflusst seine Rittigkeit wesentlich. Denn ein verspanntes, unterfordertes oder psychisch belastetes Pferd kann nicht losgelassen und motiviert unter dem Sattel laufen – ganz gleich, wie gut geritten wird. Wofür ist der Pferdekörper
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4 Min. Lesezeit


Fluktuation bei Pferden – Wie häufige Wechsel die Gesundheit und das Wohlbefinden beeinflussen
Fluktuation – also der Wechsel von Mitpferden in der Herde oder im Stall – ist in der Pferdehaltung ein oft unterschätztes Thema. Ob im Boxenstall mit begrenztem Kontakt oder in Offenstall- und Gruppenhaltungen mit sozialer Interaktion: Wie häufig Pferde mit wechselnden Artgenossen zusammenkommen, kann großen Einfluss auf ihr Verhalten, Stresslevel und die Gesundheit haben. In diesem Artikel erklären wir, was Fluktuation genau bedeutet, welche Auswirkungen sie auf Pferde hat
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Passend, nicht perfekt – Was das Exterieur über das passende Pferd verrät
Nicht jedes Pferd passt zu jedem Reiter – und das liegt nicht nur am Charakter, sondern auch an der Anatomie. Das sogenannte Exterieur , also die äußere Form und Körperstruktur des Pferdes, beeinflusst maßgeblich, wie ein Pferd sich bewegen kann, was es leisten kann – und wie leicht oder schwer es dem Reiter macht. Ein paar Zentimeter mehr oder weniger Hals, ein Rücken etwas länger oder kürzer, mehr Winkelung in der Hinterhand oder weniger – das alles kann entscheidend sein,
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