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IFP - Institut für Pferdewissen
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Pferdefütterung – Grundlagen, Bedarf und häufige Fehler
Die Fütterung ist einer der zentralen Faktoren für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Verhalten des Pferdes. Gleichzeitig entstehen viele Probleme nicht durch einzelne Fehler, sondern durch ein Ungleichgewicht im Gesamtsystem aus Energiezufuhr, Bedarf, Bewegung und Haltung. Dieser Überblick zeigt dir die wichtigsten Zusammenhänge und führt dich gezielt zu vertiefenden Themen. Raufutter – die Grundlage jeder Pferdefütterung Das Verdauungssystem des Pferdes ist auf eine kontin
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Übergewicht beim Pferd – warum „gut genährt“ oft schon zu viel ist
Die Einschätzung des Körpergewichts gehört zu den am häufigsten unterschätzten Faktoren im Pferdemanagement. Untersuchungen zeigen, dass ein erheblicher Anteil der heutigen Freizeitpferde übergewichtig oder adipös ist – in manchen Populationen betrifft das bis zur Hälfte der Tiere (Wyse et al. 2008; Janowitz 2025). Gleichzeitig wird der Ernährungszustand häufig falsch eingeschätzt. Viele Pferde gelten als „normal“, obwohl sie bereits deutlich zu viel Körperfett eingelagert ha
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„Viel hilft viel“? – Fütterungsfehler beim Pferd zwischen Überversorgung und Strukturmangel
Die Fütterung des Pferdes ist in der Praxis häufig von einem Widerspruch geprägt: Während das Grundfutter – insbesondere Heu – rationiert wird, steigt gleichzeitig der Einsatz von Ergänzungsfuttermitteln, Mineralstoffen und Zusatzpräparaten. Diese Diskrepanz steht im deutlichen Gegensatz zur Physiologie des Pferdes und birgt erhebliche Risiken für Stoffwechsel, Verdauung und Mineralstoffhaushalt. 1. Physiologische Grundlage: Das Pferd als Dauerfresser Das Pferd ist evolutiv a
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Verhaltensindikatoren für chronischen Stress beim Pferd
Ethologische und physiologische Einordnung zwischen Anpassungsreaktion, Verhaltensstörung und systemischer Belastung 1. Einleitung Stress stellt beim Pferd eine unspezifische Anpassungsreaktion dar, die sowohl verhaltensbiologisch als auch physiologisch wirksam ist. Während akute Stressreaktionen funktional sind, führt eine chronische Aktivierung zu tiefgreifenden Veränderungen: neuroendokrin (HPA-Achse) immunologisch verhaltensbezogen Damit ist Stress nicht nur ein Verhalt
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Raufutterbedarf des Pferdes und Beurteilung der Heuqualität
Grundlage, Praxisfehler und realistische Einschätzung In der modernen Pferdefütterung zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Müslis, Zusatzfutter und Spezialprodukte werden detailliert ausgewählt – während die Grundlage häufig unterschätzt wird: der Raufutterbedarf und die Qualität des Raufutters. Dabei ist Heu das zentrale Futtermittel des Pferdes. Als Dauerfresser ist das Pferd darauf angewiesen, über viele Stunden hinweg kontinuierlich strukturreiche Nahrung aufzunehmen. F
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Magengeschwüre beim Pferd – Pathophysiologie, Ursachen und der Einfluss von Haltung und Nutzung
Das Equine Gastric Ulcer Syndrome (EGUS) zählt zu den häufigsten internistischen Erkrankungen des Pferdes. Insbesondere bei Sportpferden werden Prävalenzen von bis zu 80–90 % beschrieben (Sykes et al., 2015; Murray et al., 1996). EGUS ist dabei nicht als isolierte Erkrankung zu verstehen, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen physiologischer Anpassung des Pferdes und den Bedingungen moderner Haltung, Fütterung und Nutzung . 1. Anatomisch-physiologische Grundla
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Die unterschätzte Basis: Wie Takt, Losgelassenheit und Balance die Tragfähigkeit des Pferdes entstehen lassen
Ein systemischer Blick auf Ausbildung, Gelände und biomechanische Entwicklung In der aktuellen Reitpraxis wird „Tragfähigkeit“ häufig als zentrales Ausbildungsziel definiert. Dabei wird sie nicht selten über äußere Form – insbesondere Kopf-Hals-Position und Rahmenerweiterung bzw. -verkürzung – anzustreben versucht. Parallel dazu zeigt die Praxis ein widersprüchliches Bild: Pferde, die unter intensiver dressurmäßiger Einwirkung stehen, fallen oft frühzeitig durch gesundheitlic
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Wie Rahmenbedingungen die Tragfähigkeit des Pferdes beeinflussen
Tragfähigkeit ist kein reines Trainingsprodukt. Sie ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus Haltung, Nutzung, Ausrüstung und Hufzustand. Noch bevor gezielte gymnastische Arbeit beginnt, formen alltägliche Rahmenbedingungen die biomechanischen Möglichkeiten des Pferdes – oder begrenzen sie. Dieser Artikel beleuchtet die zentralen Einflussfaktoren und ihre Auswirkungen auf Muskulatur, Faszien, Gelenkmechanik und neuromotorische Steuerung. 1. Haltung und statische Gr
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Kolik beim Pferd – Naturgegeben oder menschengemacht?
Kolik gehört zu den häufigsten und gleichzeitig gefürchtetsten Krankheitsbildern beim Pferd. Sie wird oft als „typisch Pferd“ betrachtet – als etwas, das eben dazugehört. Doch genau diese Selbstverständlichkeit lohnt sich zu hinterfragen: Ist Kolik tatsächlich ein unvermeidbares Risiko der Pferdebiologie – oder in weiten Teilen ein Resultat unserer Haltungs- und Nutzungsbedingungen? 1. Was ist Kolik – eine Definition Unter Kolik versteht man keine einzelne Erkrankung, sondern
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